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Auszug aus der Zeitschrift

Rentrop-Verlag
Eine neuartige Dienstleistung verspricht nebenberuflich und auch als Haupterwerb gute Gewinne: die Matratzenreinigung
Schmutzige Betten - saubere Gewinne
Noch vor 30 Jahren stellten die Deutschen ihre Matratzen mindestens zweimal im Jahr in die Sonne und klopften sie aus. Das geriet in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit, was nicht ohne Folgen bleibt.
Wer heute ins Bett geht, teilt seine Matratze mit unzähligen Milben. Sie leben von den Hautschuppen. von denen ein Schläfer während einer Nacht mindestens 1,5 Gramm verliert. Der Kot der Milben verbleibt in der Matratze und löst Allergien aus: gerötete Augen, Juckreiz und Asthmaanfälle. Abhilfe bei solchen Beschwerden bietet jetzt Adolf Knödler aus dem schwäbischen Möglingen. Er reinigt Matratzen nach einem neuartigen System.
Der ehemalige Maschinenschlosser und Betriebsleiter konnte nach einem Autounfall Anfang 1995 seinen Beruf nicht mehr ausüben. Da er sich für eine Umschulung zu alt fühlte, machte er sich mit der Dienstleistung selbständig. Mit Erfolg: Heute betreut er mehrere hundert Kunden und reinigt dabei im Monat 300-600 Matratzen. Viele Hotels, Heime und ein Krankenhaus gewann er als Großkunden.
Die Preise für das Reinigen von Matratzen richten sich nach Auftragsgröße. Sie liegen zwischen 35 und 45 € pro Stück. Bei einem Arbeitsaufwand von sechs Stunden täglich kommt Knödler auf einen Monatsumsatz von 9000 € Zieht man davon die Kosten für Werbung. Verbrauchsmaterial und Zubehör sowie für Abschreibung und laufende Kosten seines neuen Autos ab, so dürften ihm davon etwa 6000 € als Monatsgewinn vor Steuern bleiben.
Die Matratze ist wohl der schmutzigste Gegenstand, mit dem jeder Mensch ein Drittel seines Lebens hautnahen Kontakt hat. Ranzige Haut- schuppen, Verursacher des typischen muffigen Schlafzimmergeruchs, Staub und Schweiß bilden ideale Lebensbedingungen für Hausstaubmilben, Bakterien, Viren und Sporen. In einer Matratze finden sich bis zu zwei Millionen Milben, die guaninhaltigen Milbenkot ausscheiden.
Dieser vermischt sich mit Staub, den man bei jeder Bewegung aufwirbelt. Er gelangt in Mund, Nase, Augen und legt sich auf die Haut - eine der Ursachen für Hausstauballergie, Juck- reiz, Schleimhautentzündungen und Bronchitis. Mehrere Millionen Allergiker und NDMdermitiker in Deutschland reagieren auf Hausstaub. Für sie ist eine Matratzenreinigung zwingend notwendig, um ihre Beschwerden zu lindern. Gesundheits- und Allergikerverbände empfehlen eine Spezial-Reinigung. Kinderärzte und Allergologen "verschreiben" sie ihren Patienten,
Die privaten Krankenkassen übernehmen bei Allergikern bereits jetzt die jährlich bis zu sechsmal nötige Reinigung der Matratze. Mit den gesetzlichen Krankenkassen laufen noch Verhandlungen.
Auszug aus der Zeitschrift

DIE ÖSTERREICHISCHE WOHNZEITSCHRIFT
MILBEN: NIEMAND LIEGT ALLEINE IM BETT
Wer da meint, er oder sie läge zum Schlafen alleine im Bett, irrt meist gewaltig. Untersuchungen von mehrjährig benutzten Matratzen ergaben,. Daß bis zu einer halben Million Milben mit den nichtsahnenden "Gastgebern" das Bett teilen. Der Unterschied liegt bloß im Lebensrhythmus: Wenn der Mensch ruht, ist für die Gäste Essenszeit. Bevorzugte Delikatesse sind die Hautschuppen, die beim Herumdrehen abgerieben werden. Ideal aufbereitet und dargeboten durch das körperfeuchte Bettklima läßt sie das an sich harmlose, winzige Spinnentier gedeihen und vermehren. Mit freiem Auge nicht erkennbar, in der Mikroskop Vergrößerung wirkt es bedrohlich, wie der Hauptakteur eines Horror-Filmes.

Trotzdem ist es freundlicherweise friedliebend, beißt nicht und besitzt eigentlich nur eine äußerst unsympathische Eigenschaft: Es benützt keine externe Toilette und produziert je Individuum täglich so an die 20 Stück Kotkügelchen. Diese allerdings wirken auf viele Menschen schädlich bis krankheitserregend. Mit der Zeit können Asthma, Atemnot, gereizte Atemwege, etc. auftreten. Und für unempfindliche, robuste Naturen besteht einfach die ständige Gefahr einer für den Moment geschwächten Immunkraft.
Ausgesprochene Hausstaubmilben-Allergiker können mittels Test die Belastung aus der Umwelt, speziell aus der Matratze auch messen. Ist der Wert zu hoch, muß desinfiziert und gereinigt werden. Das beschränkt sich bei der Matratze aus Gründen von Volumen und Gewicht bestenfalls auf die Hülle, falls diese überhaupt abziehbar ist. Im Inneren bleiben die Mitbewohner verschont. Es sei denn, man kann die Matratze über 80' C erhitzen oder bringt sie für ein paar Stunden über 1500 m Seehöhe.Wer kann und will das schon? Außerdem bleiben bei diesen Mordprozeduren die leblosen Viecher in der Matratze erhalten.
Eine revolutionäre, neue Methode hilft aus diesem Dilemma: Die chemiefreie Matratzenreinigung POTEMA®, die mit einem handlichen Gerät durch hochfrequentierte Schwingungen mit gleichzeitiger UVS-Strahlung arbeitet. Dabei werden auch Bakterien, Viren oder Sporen weitgehend unschädlich gemacht. Sozusagen als Draufgabe werden fallweise erstaunliche Mengen Staub entfernt, die auf Wunsch einem sofortigen Allergentest unterzogen werden können. Und alles das kann zu Hause, ohne Matratzenschlepperei gemacht werden.
Das Gerät samt Drum und Dran verwendet der geschulte Servicemann/Frau. Dieser Fachmann/Fachfrau ist auch in der Lage, Matratzen im Hinblick auf ihr Tragverhalten zu beurteilen und kann durch- gelegene von noch brauchbaren Liegewiesen unterscheiden. Und das alles zu wirklich moderaten Preisen im Vergleich zu, beispielsweise Geräte-Serviceleistungen. Endlich kann somit neben Leib- und Bettwäsche auch die Matratze durch und durch gereinigt werden. Ein erfreulicher Aspekt angesichts der beängstigend steigenden Atemwegsbeschwerden, besonders im städtischen Bereich
